Altmaschinen

Gerade in Handwerksbetrieben finden sich häufig Maschinen und Anlagen die schon seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten betrieben werden. Grundsätzlich wird dabei zwischen zwei Kategorien unterscheiden:

Die Uralt-Maschine

Eine vor dem 31.12.1994 erstmalig in Verkehr gebrachte Maschine ohne CE-Kennzeichnung

Die Alt-Maschine

Maschinen die ab den 01.01.1995 erstmalig in Verkehr gebracht wurden, aber nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen

Die Alt-Maschine

Maschinen, die ab dem 01.01.1995 erstmalig in Verkehr gebracht wurden, aber nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen

Die Uralt-Maschine

Eine vor dem 31.12.1994 erstmalig in Verkehr gebrachte Maschine ohne CE-Kennzeichnung

Viele Unternehmer fragen sich nun: Dürfen meine Mitarbeiter diese Maschinen und Anlagen heute eigentlich noch benutzen?

Die Antwort lautet „ja“, wenn einige Bedingungen erfüllt sind:

  • Bei Altmaschinen muss eine CE-kennzeichnung vorhanden sein, ansonsten war das Inverkehrbringen gesetzeswidrig. Für diesen Fall müsste der Unternehmer als Quasi-Hersteller die Herstellerverantwortung übernehmen, um die Maschine weiter zu betreiben.
  • Die Maschine muss sicher verwendbar sein und der Betreiber muss die erforderlichen Schutzmaßnahmen in seiner Gefährdungsbeurteilung ermitteln und umsetzen. Die Verwendung muss nach dem Stand der Technik sicher sein.

Sind Sie als Betreiber einer Maschine verpflichtet, eine CE-Kennzeichnung und Konformitätsbewertung nachzuholen?

Bei der sogenannten Uralt-Maschine definitiv nicht.

Anders kann es bei einer sogenannten „wesentlichen Änderung“ an der Maschine aussehen. Ob eine „wesentliche Änderung“ vorliegt kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern bedarf einer Einzelfallbetrachtung.

Sie haben Alt- oder sogar Uralt-Maschinen in Ihrem Unternehmen? Sprechen Sie uns an. Wir beraten und unterstützen Sie bei Fragen gerne.